Unser Wirken in Bildern


Inhaltsverzeichnis


Erste Sanitätsausbildung unserer Helferinnen und Helfer

Mit dem Aufbau des First-Responder-Dienstes begann auch die gezielte medizinische Ausbildung unserer ersten Einsatzkräfte. Vom 22. Mai bis zum 28. Oktober 2012 absolvierten die Mitglieder – überwiegend Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr – eine umfassende 55-stündige Sanitätsausbildung.

Die Ausbildung fand in den Räumlichkeiten der Feuerwehr statt und vermittelte den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die notwendigen theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten für die erweiterte Erste Hilfe und die Versorgung von Patientinnen und Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf dem praktischen Üben und der sicheren Anwendung der erlernten Maßnahmen.

Mit viel Engagement bereiteten sich die damaligen Mitglieder über mehrere Monate auf ihre zukünftige Aufgabe vor. Neben dem medizinischen Wissen mussten insbesondere die erforderlichen Handgriffe und Abläufe immer wieder trainiert werden, um auch in zeitkritischen Notfallsituationen sicher handeln zu können.

Die Sanitätsausbildung des Jahres 2012 bildete damit einen der wichtigsten Grundsteine für den Aufbau unseres First-Responder-Dienstes. Sie schuf die fachliche Grundlage dafür, dass unsere Helferinnen und Helfer anschließend qualifiziert zu medizinischen Notfällen ausrücken und das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des regulären Rettungsdienstes überbrücken konnten.


Unsere Helferinnen und Helfer auf dem Sanitätswachdienst des Arbeiter-Samariter-Bundes

Neben den Einsätzen als First Responder sammelten unsere Helferinnen und Helfer auch bei Sanitätswachdiensten des Arbeiter-Samariter-Bundes wertvolle praktische Erfahrungen.

Bei Veranstaltungen unterstützten sie die sanitätsdienstliche Absicherung und standen für die Erstversorgung erkrankter oder verletzter Personen zur Verfügung. Die gemeinsamen Sanitätsdienste boten unseren Einsatzkräften zugleich die Möglichkeit, ihre in der Ausbildung erworbenen Kenntnisse unter realen Bedingungen anzuwenden und weitere Erfahrungen im Umgang mit Patientinnen und Patienten zu sammeln.

Die Zusammenarbeit mit dem Arbeiter-Samariter-Bund war damit insbesondere in den Anfangsjahren ein wichtiger Bestandteil der praktischen Aus- und Fortbildung unserer Helferinnen und Helfer und ergänzte die Tätigkeit im First-Responder-Dienst.


Sanitätergruppe – Information für die ILS Bamberg-Forchheim

25 ausgebildete Sanitäter/innen sind im aktiven Dienst bei der FF Dormitz tätig.

Nach einer 55 Std. Sanitätsausbildung, verfügen wir über die ausreichenden Kenntnisse, um einen med. Notfall versorgen zu können.

Unsere Ausrüstung besteht aus:

  • Notfallrucksack groß mit Sauerstoff, Absaugung, Beatmung, Pulsoxymeter, Schienungen, usw.
  • Kindernotfalltasche und einen AED – Philips FRX

Sehr geehrte Disponentinnen und Disponenten,

hiermit möchte sich die Sanitätergruppe der FF Dormitz vorstellen.

Für den Fall, dass Ihnen für den Bereich Dormitz kein Rettungsmittel zeitnah zur Verfügung steht, sind wir gerne bereit, die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsmittels mit qualifizierter Ersten Hilfe, zu überbrücken.

(…)
Des weiteren haben wir in der FW Dormitz ein Handyalarmssystem.

Bitte geben Sie diese Information an Ihre Disponenten/innen weiter!

Mit freundlichen Grüßen
Matthias Fuchs
Leiter der Sanitätergruppe Dormitz


Die Fahrzeugumrüstung – Tapetenwechsel für unser erstes Einsatzfahrzeug

Mit dem Aufbau des First-Responder-Dienstes benötigten unsere Helferinnen und Helfer auch ein geeignetes Einsatzfahrzeug. Im Januar 2012 konnte hierfür ein gebrauchter Audi A6 C4 Avant quattro vom Arbeiter-Samariter-Bund, Regionalverband Fränkische Schweiz, übernommen werden. Das ehemalige Einsatzfahrzeug hatte zu diesem Zeitpunkt bereits rund 180.000 Kilometer zurückgelegt. 

Bevor der Audi jedoch als erstes Einsatzfahrzeug des First Responders Dormitz auf die Straße gehen konnte, war zunächst ein ordentlicher Tapetenwechsel notwendig. Die bisherige Kennzeichnung wurde entfernt und das Fahrzeug erhielt eine neue, an den First-Responder-Dienst angepasste Folierung.

So wurde aus dem ehemaligen ASB-Fahrzeug Schritt für Schritt unser erstes First-Responder-Einsatzfahrzeug und damit ein wichtiger Bestandteil des damals neu entstehenden Dienstes.


Neuer First-Responder-Standort

Ein weiterer First-Responder-Standort ging in der Metropolregion Nürnberg an den Start. Seit April 2012 betreibt die Freiwillige Feuerwehr Dormitz im LK Forchheim, Regierungsbezirk Oberfranken, diese Einrichtung. Neben der Gemeinde Dormitz werden künftig die Einwohner der zur Verwaltungsgemeinschaft gehörenden Gemeinden Hetzles und Kleinsendelbach, insgesamt 5.000 Einwohner, zunächst von dieser Einrichtung profitieren. Hinzu kommen weitere Gemeinden mit insgesamt 8.000 Einwohnern, die im weiteren Einzugsbereich der Freiwilligen Feuerwehr liegen.

Die 60 Aktiven der FF Dormitz befassten sich bereits seit 2006 intensiv mit dem Gedanken, einen First-Responder-Dienst einzuführen. Zunächst wurden 34 Kameraden zu Feuerwehrsanitätern ausgebildet und das MZF mit Notfallrucksack und Defibrillator ausgerüstet. Nach der Gründung des Fördervereins konnte das Ziel weiter verfolgt werden.

24 Helfer gingen mit einem Audi A6 quattro an den Start. Alarmiert wird der First-Responder-Standort, der mit je zwei Helfern an den Wochenenden, Feiertagen und an den Werktagen zur Nachtzeit besetzt ist, von der ILS Bamberg.

„Ohne die Gründung des Fördervereins und ohne die Unterstützung der politischen Gemeinde wäre die Umsetzung unserer Idee nicht realisierbar gewesen“, sagt Matthias Fuchs, Vorsitzender des Fördervereins.

Mit der Inbetriebnahme des First-Responder-Standorts der FF Dormitz hat sich die Anzahl auf 13 Standorte in der Metropolregion erhöht.

Das Fahrzeug selbst lief zunächst als Notarzteinsatzfahrzeug und konnte günstig für den neuen Zweck erworben werden. Neben der Funk- und der Signalanlage erhielt Florian Dormitz 79/1 eine umfangreiche notfallmedizinische Ausrüstung, die im Heck verladen ist.


Das Einsatzauto hat schon 200 000 Kilometer drauf

Erste Hilfe ist ein Dauerbrenner. Denn niemand weiß, „wann und wo ein Notfall eintritt“, sagt Matthias Fuchs von der First-Responder-Gruppe in Dormitz.

Es wäre deshalb wichtig, dass sich die Menschen in regelmäßigen Abständen mit der Ersten Hilfe auseinandersetzen. Und nicht erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

Vorsorge hilft auch

Die Hilfe ist das eine, die Vorbeugung das andere. „Ernährung, Sport, Gewicht. Je gesünder man lebt, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein internistisches Problem auftritt“, betont Fuchs. Wenn der Fall der Fälle dann aber doch eingetreten sei, ist laut Fuchs die Erste Hilfe unbedingt angebracht. „Das Schlimmste ist, nichts zu tun. Denn dann hat man schon alles verkehrt gemacht“, sagt Fuchs.

Entsprechend lautet das Motto der Dormitzer Einsatzgruppe auch „Unser Einsatz für Ihr Leben“. Ihr Einsatzwagen ist ein ins Alter gekommener Audi Quattro, den die First Responder einst dem ASB Gräfenberg abgekauft haben.

Er war dort erst als Notarztfahrzeug und dann als Fahrzeug des Einsatzleiters unterwegs. „Jetzt ist er schon zehn Jahre alt und hat fast 200 000 Kilometer drauf. Aber er läuft“, freut sich Fuchs.


Dormitz rettet Leben

Unter dem Motto „Dormitz rettet Leben“ stellte sich der damals noch junge First-Responder-Dienst der Öffentlichkeit vor. Die Bürgerinnen und Bürger konnten sich darüber informieren, welche Aufgaben die ehrenamtlichen Helfer übernehmen, wie sie alarmiert werden und warum gerade bei lebensbedrohlichen Notfällen jede Minute zählt.

Vorgestellt wurden außerdem die Ausbildung unserer Einsatzkräfte und die umfangreiche medizinische Ausrüstung, die bereits damals unter anderem einen Defibrillator, Sauerstoff, einen Notfallrucksack und eine Kindernotfalltasche umfasste. 

Gleichzeitig machte die Aktion auf die ehrenamtliche Arbeit und deren Finanzierung aufmerksam. Der First-Responder-Dienst war auf die Unterstützung durch Spenden und Mitgliedschaften angewiesen. „Dormitz rettet Leben“ war damit ein wichtiger Baustein, um den neuen Dienst in der Bevölkerung bekannt zu machen und über seine Arbeit zu informieren. 

Hier findest du unsere damaligen Aushänge und Unterlagen


Rekordsumme bei sechster Auflage

Beim Dormitzer Adventskalender kamen insgesamt 4000 Euro zusammen.

Dormitz – 3546,01 Euro. Das ist der stattliche Betrag, der beim Dorfadventskalender 2014 in Dormitz zugunsten der örtlichen First Responder Gruppe zusammengekommen ist. Zusätzlich hat ein Spender, der namentlich nicht erwähnt werden möchte, den Betrag aus der Spendenbox auf 4000 Euro aufgestockt.

Die Spenden wurden nun von den Freien Wählern – Unabhängigen Bürgern Dormitz, die Organisatoren des Dorfadventskalenders, an die First Responder Gruppe Dormitz zur Unterstützung der Finanzierung eines neuen Fahrzeuges übergeben.

Durch den Betrieb der First Responder fallen laufend Kosten an. Diese entstehen in erster Linie durch Instandhaltung von Fahrzeug und Ausrüstung. Gedeckt werden diese nicht durch öffentliche Mittel. Die Kosten trägt der Förderverein der First Responder alleine und ist somit auf Spenden und Unterstützung dringend angewiesen.

170 Notarzteinsätze

Die First Responder Gruppe hatte im abgelaufenen Jahr 170 Notarzteinsätze, überwiegend in Neunkirchen (68) und Dormitz (44), aber auch in den anderen umliegenden Ortschaften wie zum Beispiel Hetzles, Kleinsendelbach, Uttenreuth und sogar einen in Gräfenberg.

Lydia Bänsch, stellvertretende Vorsitzende der Freien Wähler – Unabhängigen Bürger Dormitz, bedankte sich im Rahmen der Spendenübergabe bei allen, die im Dezember Gastgeber eines Adventsfensters in Dormitz waren und bei den Dormitzern, die so großzügig an den Adventsabenden gespendet haben.

Mit der außerordentlich hohen Spendenbereitschaft haben die Dormitzer die Arbeit der First Responder in besonderem Ausmaß gewürdigt und anerkannt. Bereits zum sechsten Mal fand der Dorfadventskalender im Dezember 2014 statt.

In diesen sechs Jahren konnten Spenden in Höhe von insgesamt 13 181 Euro gesammelt werden. Die Spenden kommen immer Einrichtungen, Vereinen und gelegentlich auch Privatpersonen in Dormitz zu.

Mit den Spenden wurden zum Beispiel die Grundschule, Mittagsbetreuung und Kindertagesstätte in Dormitz, die Dormitzer Vereine für deren Jugendarbeit, der Jugendclub Leuchtturm, die Dormitzer Senioren bedacht.


First Responder mit neuem Einsatzfahrzeug

Der Wechsel zum Honda CR V

Feierliche Segnung in Dormitz — Landrat lobt den ehrenamtlichen Einsatz — „Eigentlich eine Pflichtaufgabe“

DORMITZ — Ein besonderer Tag für Dormitz: Pfarrerin Gerhild Rüger und Pfarrer Peter Brandl haben das neue Einsatzfahrzeug der First Responder Dormitz gesegnet.

Ihr Segen galt nicht nur dem Fahrzeug, sondern auch den Mitgliedern der First Responder, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen. Das alte Einsatzfahrzeug wurde 2012 gebraucht angeschafft und war über 16 Jahre alt. Deswegen entschlossen sich die First Responder ein neues anzuschaffen. Vorsitzender Matthias Fuchs der zu der Segnung zahlreiche Ehrengäste eingeladen hatte, freute sich, dass mit der Segnung, das Fahrzeug endlich in den Dienst geht.

Ihr Segen galt nicht nur dem Fahrzeug, sondern auch den Mitgliedern der First Responder, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen. Das alte Einsatzfahrzeug wurde 2012 gebraucht angeschafft und war über 16 Jahre alt. Deswegen entschlossen sich die First Responder ein neues anzuschaffen. Vorsitzender Matthias Fuchs der zu der Segnung zahlreiche Ehrengäste eingeladen hatte, freute sich, dass mit der Segnung, das Fahrzeug endlich in den Dienst geht.

Ihr Segen galt nicht nur dem Fahrzeug, sondern auch den Mitgliedern der First Responder, die sich ehrenamtlich für andere Menschen einsetzen. Das alte Einsatzfahrzeug wurde 2012 gebraucht angeschafft und war über 16 Jahre alt. Deswegen entschlossen sich die First Responder ein neues anzuschaffen. Vorsitzender Matthias Fuchs der zu der Segnung zahlreiche Ehrengäste eingeladen hatte, freute sich, dass mit der Segnung, das Fahrzeug endlich in den Dienst geht.

Mein Dank gilt der Gemeinde Dormitz und allen Spendern und Sponsoren, die mit ihren finanziellen Beiträgen geholfen haben, dass wir ein neues Einsatzfahrzeug für 50 000 Euro, einen Honda CR V Allrad, anschaffen konnten“, sagte er.

Es sei ausgerüstet mit Notfallrucksäcke, Kindernotfalltasche, Defibrillator, Sauerstoff, Absicherungsausrüstung, Aufbruchwerkzeugen, Löschgeräten und Sicherungsleine zur Rettung Ertrinkender. Seit der Gründung im April 2012 seien 700 Einsätze gefahren worden und dabei 17 Menschen reanimiert worden, davon neun erfolgreich. Die First Responder seien eine Sondergruppe mit 30 aktiven Helfern in der Feuerwehr Dormitz, die rund um die Uhr erreichbar sind. Das Einsatzgebiet umfasst Dormitz, Neunkirchen, Weiher, Hetzles, Gräfenberg, Effeltrich.

Landrat Hermann Ulm sagte in seinem Grußwort, dass es nicht mehr leicht sei, die medizinische Versorgung auf dem Land zu gewährleisten. Umso erfreulicher sei es, dass Ehrenamtliche Aufgaben übernehmen, die als Pflichtaufgabe von anderen auszuführen seien.

Bürgermeister Holger Bezold überreichte für das Einsatzfahrzeug einige Tankfüllungen Sprit und die Zusage, dass die Gemeinde die Kfz-Versicherung übernehme.

Vorsitzender Matthias Fuchs freute sich über die Spende der FFW Dormitz, die einen Scheck in Höhe von 3150 Euro überreichte; dem schlossen sich an die Sparkasse Forchheim mit 1000 Euro, die Firma Florian Schmidt Lasertechnik mit 3000 Euro und der Gesangverein Cäcilia Dormitz, der 500 Euro spendete und gesanglich das Rahmenprogramm gestaltete.


Gerät hilft Leben retten

Ein AED hält Einzug in die Sparkasse Dormitz

Im Notfall können die Bürger von Dormitz ab sofort auf einen automatisierten externen Defibrillator (AED), der im Serviceraum der örtlichen Filiale der Sparkasse Forchheim in der Sebalder Straße installiert ist, zurückgreifen. Auf Initiative von Matthias Fuchs und seinem First Responder Förderverein wurde das Gerät dank Spenden der Sparkasse und zahlreicher Sponsoren für rund 1700 Euro angeschafft. Geschäftsstellenleiter Tobias Link (re.) und Matthias Fuchs haben den Apparat jetzt übergeben. Der AED soll vor allem bei akut an Herzrhythmusstörungen leidenden Menschen helfen, die überlebenswichtige Zeit zu überbrücken, bis der Notarzt vor Ort ist. Sprachsignale am Gerät leiten die Laienhelfer an, was im Notfall zu tun ist, so dass Menschenleben gerettet werden kann.


HelferHerzen

Vielen Dank für Ihr Engagement

Lieber Herr Fuchs,

herzlichen Dank für Ihre Teilnahme bei „HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement“. Unsere Jury ist sehr beeindruckt von den deutschlandweit rund 10.000 eingereichten Engagements und es war für sie nicht einfach, die Preisträger für die Region Forchheim, Erlangen und Fürth auszuwählen.

Ihr Engagement ist leider nicht unter den ausgezeichneten. Wir möchten Ihnen dennoch für Ihren wichtigen Einsatz für unsere Gesellschaft danken und haben Ihnen als Zeichen der Anerkennung eine persönliche Urkunde beigelegt.

Sie können sich gerne weiterhin über den Verlauf der Initiative informieren und uns auf www.helferherzen.de besuchen. Hier erfahren Sie auch, wer in Ihrer Region mit dem dm-Preis ausgezeichnet wurde und welche Engagements den nationalen HelferHerzen-Preis erhalten.

Bei Ihrem ehrenamtlichen Engagement wünschen wir Ihnen auch in Zukunft viel Freude und schöne Momente.

Herzliche Grüße
Ihr HelferHerzen-Team

Unser Engagement bei „HelferHerzen“

Im Jahr 2016 nahm unser First Responder an der Initiative „HelferHerzen – Der dm-Preis für Engagement“ teil. Mit der Initiative wurde ehrenamtliches und gesellschaftliches Engagement sichtbar gemacht und die Arbeit von Menschen und Organisationen gewürdigt, die sich in ihrer Freizeit für andere einsetzen.

Auch unser First-Responder-Dienst wurde mit seinem ehrenamtlichen Engagement eingereicht. Unsere Helferinnen und Helfer stellen ihre Freizeit zur Verfügung, bilden sich regelmäßig fort und stehen bereit, um bei medizinischen Notfällen schnelle Hilfe zu leisten und die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken.

Deutschlandweit wurden damals rund 10.000 Engagements bei der Initiative eingereicht. Auch wenn wir nicht zu den ausgezeichneten Projekten unserer Region gehörten, wurde unser Einsatz mit einer persönlichen Urkunde als Zeichen der Anerkennung gewürdigt. 

Für uns war die Teilnahme eine schöne Anerkennung unserer ehrenamtlichen Arbeit und zugleich eine weitere Möglichkeit, auf die Bedeutung des First-Responder-Dienstes aufmerksam zu machen.

Denn hinter unserem Dienst stehen Menschen, die sich freiwillig engagieren, Verantwortung übernehmen und ihre Zeit dafür einsetzen, anderen Menschen in Not zu helfen.


Wir im Einsatz

Unsere Bilder geben einen Einblick in das, worauf es bei unserer Arbeit ankommt: schnell vor Ort sein und helfen, wenn jede Minute zählt. Sie zeigen unsere Helferinnen und Helfer bei unterschiedlichen Einsätzen und vermitteln einen Eindruck davon, wie vielfältig der First-Responder-Dienst sein kann.

Dabei steht immer ein Ziel im Mittelpunkt: die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit qualifizierter medizinischer Erstversorgung zu überbrücken und für die Menschen in unserer Region da zu sein.


Ein besonders schneller Helfer

MEDIZINVERSORGUNG I Christian Kawala ist neuer nichtärztlicher Leiter der First Responder in Dormitz. Für diese Form der Notfallhilfe sucht der 27-Jährige weitere ehrenamtliche Mitstreiter.

Mit Christian Kawala haben die First Responder einen würdigen nichtärztlichen Leiter und Nachfolger für Matthias Fuchs gefunden. „Ich habe mich sehr gefreut. Es ist eine sinnvolle Aufgabe, bei der man wirklich Menschen helfen kann“, sagt Christian Kawala über seine Ernennung zum neuen nichtärztlichen Leiter der First Responder in Dormitz, einer Untergruppe der Freiwilligen Feuerwehr, die jedoch nicht zu den Pflichtaufgaben der Gemeinde gehört.

„Wir haben pro Monat 90 Schichten, die besetzt werden müssen.“

Christian Kawala
Leiter der First Responder Dormitz
Christian Kawala leitet neuerdings die First Responder-Einsätze in Dormitz.
Foto: privat

Die First Responder werden zu Notfällen gerufen, natürlich müssen sie mehr können als im Erste-Hilfe-Kurs für den Führerschein vermittelt wird. Der 27-jährige Kawala, ein gebürtiger Gräfenberger, war nicht nur Ausbilder für die Jugend der Feuerwehr in Gräfenberg, sondern bringt Erfahrung aus dem Rettungsdienst mit. „Ich arbeite seit 2018 hauptberuflich als Rettungssanitäter beim Bayerischen Roten Kreuz in Altdorf“, sagt Kawala, der seit einigen Monaten in Dormitz lebt.

Durch seinen Hauptberuf ist Kawala auch mit den üblichen Abläufen vertraut. Von seinem Vorläufer Matthias Fuchs hat er die Prämisse „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr“ übernommen. „Deshalb gehen die First Responder mit vielen kleinen Reanimationspuppen in die dritten und vierten Klassen der Grundschule in Dormitz und üben mit den Kindern, wie man einen Menschen reanimiert“, erklärt Kawala. Denn im Ernstfall zähle jede Minute.

Doch wann kommen die First Responder zum Einsatz und was dürfen diese ehrenamtlichen Rettungshelfer tun? Christian Kawala schildert ein Beispiel: „Einer Mutter wird in der Küche schwummrig, die Brust schmerzt und die Familie wählt den Notruf. Der Disponent, der den Notruf über die 112 annimmt, gibt Verdacht auf Herzinfarkt in sein System ein und alarmiert einen Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug. Doch beide sind im Einsatz und die Fahrzeuge aus den Nachbarlandkreisen haben einen langen Anfahrtsweg. Dann meldet der Computer, dass es hier die First Responder gibt“, erklärt Kawala.

Als erster am Unfallort

Zwei von den ehrenamtlichen Respondern sind immer im Dienst und sie fahren mit ihrem Einsatzfahrzeug zum Notfall, um dem Patienten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes adäquat zu versorgen. „Der Zeitfaktor ist der große Vorteil“, sagt Kawala. So könne man bei einem Waldunfall dem Verletzten die Blutung stoppen und ihn in eine Rettungsdecke packen und dem Notarzt die genauen Koordinaten nennen. Oder: Die First Responder können den Blutdruck messen oder Sauerstoff geben. Wenn sie feststellen, dass die Person nicht nur kurz ohnmächtig war, sondern einen Herz-Kreislauf-Stillstand hatte, können diese sofort einen Herz-Lungen-Wiederbelebung starten und einen mitgeführten Defibrillator anwenden. Werde das Gehirn länger als zehn Minuten ohne Sauerstoff versorgt, sei die Chance auf eine vollständige Genesung nach erfolgreicher Reanimation sehr gering. „In Bayern beträgt die Hilfsfrist zwölf Minuten. Zu 90 Prozent kann das eingehalten werden“, sagt Kawala.

Um den Moment zwischen Eintritt des Ereignisses bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes qualitativ zu überbrücken kommen die First Responder zum Einsatz; neben Eggolsheim und Gößweinstein nur noch die First Responder in Dormitz.

Zwischen 200 und 250 Einsätze haben die Dormitzer jedes Jahr. „Wir haben pro Monat 90 Schichten, die besetzt werden müssen“, sagt Kawala. Und sie werden von den 20 First Respondern besetzt. An den Wochenenden rund um die Uhr, an den Werktagen von 19 Uhr bis 6 Uhr. Deshalb: „Es wäre schon gut, wenn wir mehr Mitglieder hätten“, sagt Kawala. Und bietet Schnupperstunden für die 90-stündige Ausbildung an. Aktuell sind die First Responder wegen Corona nicht im Einsatz: „Freiwillige Aufgaben wie der First Responder Dienst sind im Moment untersagt.“


Wir wieder im Dienst

In den vergangenen Monaten hat sich bei uns einiges getan. Seit April haben wir intensiv daran gearbeitet, unseren First-Responder-Dienst neu aufzustellen, bestehende Strukturen zu überprüfen und uns für die kommenden Einsätze bestmöglich vorzubereiten. Nach dieser umfangreichen Vorbereitungsphase heißt es seit August wieder: Wir sind vollständig einsatzbereit!

Ein wesentlicher Schwerpunkt lag dabei auf der Aus- und Fortbildung unserer Einsatzkräfte. Bereits im April starteten neue Schulungen und Fortbildungsmaßnahmen, um vorhandenes Wissen aufzufrischen, praktische Fähigkeiten zu trainieren und unsere Helferinnen und Helfer auf die Anforderungen im Einsatz vorzubereiten.

Aber auch abseits der Ausbildung gab es viel zu tun. Unser Einsatzfahrzeug wurde grundlegend überprüft, aufbereitet und neu organisiert. Wir haben zusätzliches medizinisches Material beschafft und gleichzeitig unsere bisherige Ausstattung kritisch hinterfragt. Die Notfallrucksäcke wurden vollständig überarbeitet und das Material neu strukturiert und verlastet. Unser Ziel dabei: Im Einsatz muss alles schnell erreichbar, sinnvoll angeordnet und zuverlässig einsatzbereit sein.

Auch hinter den Kulissen wurde kräftig angepackt. Fahrzeuggarage und Büro wurden aufgeräumt und ausgemistet, Unterlagen und Dokumente neu gestaltet und organisatorische Abläufe überarbeitet. Gleichzeitig haben wir unsere Öffentlichkeitsarbeit neu ausgerichtet und eine neue Marketingstrategie entwickelt, mit der wir künftig noch stärker über unsere Arbeit informieren und neue Unterstützerinnen und Unterstützer erreichen möchten.

Besonders freuen wir uns darüber, dass wir in dieser Zeit bereits neue Mitglieder für unseren First Responder gewinnen konnten. Parallel dazu fanden die notwendigen Abstimmungen und Rücksprachen mit der Integrierten Leitstelle statt, damit auch organisatorisch alle Voraussetzungen für unsere Rückkehr in den Einsatzdienst geschaffen waren.

Nach mehreren Monaten voller Ausbildung, Organisation, Überprüfung und Erneuerung ist es nun geschafft:

Seit August sind wir wieder vollständig im Einsatzdienst und stehen bereit, wenn in Dormitz und Umgebung schnelle medizinische Hilfe benötigt wird.

Für uns ist die Rückkehr in den Einsatzdienst dabei nicht das Ende der Arbeit – sondern vielmehr der Start in einen neuen Abschnitt unseres First Responders.


Schutz vor Sonne und Hitze – Scheibenfolierung unseres Einsatzfahrzeuges

Unser Einsatzfahrzeug ist nicht nur Transportmittel für unsere Helferinnen und Helfer, sondern beherbergt auch einen großen Teil unserer medizinischen Ausrüstung und Verbrauchsmaterialien. Gerade in den Sommermonaten kann sich der Innenraum eines abgestellten Fahrzeugs durch direkte Sonneneinstrahlung innerhalb kurzer Zeit stark aufheizen.

Um die Sonneneinstrahlung deutlich zu reduzieren, haben wir die hinteren Scheiben unseres Einsatzfahrzeuges mit einer 95-prozentigen Tönungsfolie versehen lassen. Dadurch gelangt wesentlich weniger direkte Sonnenstrahlung in den Fahrzeuginnenraum und die Wärmeentwicklung kann zumindest reduziert werden.

Davon profitiert insbesondere unsere mitgeführte Ausrüstung: Notfallrucksäcke, medizinische Geräte und weitere Materialien sind nun besser vor unmittelbarer Sonneneinstrahlung geschützt. Gleichzeitig sorgt die dunkle Folierung dafür, dass die im Fahrzeug gelagerte Ausrüstung von außen weniger einsehbar ist.

Die Scheibenfolierung ist damit weit mehr als eine optische Veränderung unseres Einsatzfahrzeuges. Sie ist eine weitere Maßnahme, mit der wir unsere wertvolle Ausrüstung schützen und für möglichst gute Bedingungen im Fahrzeuginnenraum sorgen – damit unser Material zuverlässig zur Verfügung steht, wenn es gebraucht wird.


Der First Responder auf den Dormitzer Kerwas

Ende Juli und Anfang August stand Dormitz ganz im Zeichen der Kerwa. Gleich zwei Veranstaltungen sorgten für ein abwechslungsreiches Wochenende: Die Dormitzer Sportlerkerwa auf der Festwiese am Brandbachweg und die 30. Burschen-Kerwa auf dem Kerwasplatz an der Hauptstraße.

Vom 30. Juli bis 3. August waren auch wir mit unserem First Responder vor Ort. Dieses Mal allerdings nicht im klassischen Einsatzdienst, sondern um Präsenz zu zeigen, mit den Menschen ins Gespräch zu kommen und über unsere ehrenamtliche Arbeit zu informieren.

Zwei unserer Mitglieder begleiteten die Veranstaltungen und standen den Besucherinnen und Besuchern für Fragen rund um den First-Responder-Dienst zur Verfügung. Dabei konnten wir erklären, welche Aufgaben wir übernehmen, wie unsere Alarmierung funktioniert und warum die schnelle medizinische Hilfe vor Ort eine wichtige Ergänzung zum regulären Rettungsdienst darstellt.

Gerade Veranstaltungen wie die Dormitzer Kerwas bieten uns eine gute Gelegenheit, unseren First Responder einmal außerhalb einer Notfallsituation zu zeigen. Denn häufig begegnen uns die Menschen nur dann, wenn unser Einsatzfahrzeug mit Blaulicht unterwegs ist. Umso wichtiger ist es uns, auch in entspannter Atmosphäre ansprechbar zu sein und einen Einblick in unsere Arbeit zu geben.

Zwischen Kerwatradition, Musik und geselligem Beisammensein konnten wir so viele interessante Gespräche führen und unseren First-Responder-Dienst ein Stück näher zu den Menschen bringen.

Für uns gehört auch das dazu: nicht nur im Notfall für Dormitz da zu sein, sondern ein aktiver Teil unseres Dorflebens zu sein.

Neuer Auftritt – neue Öffentlichkeitsarbeit

Im Rahmen der Dormitzer Kerwas haben wir erstmals unsere neu gestalteten und modernisierten Werbemitteleingesetzt. Mit einem zeitgemäßen Erscheinungsbild, neuen Informationsmaterialien und einer einheitlicheren Darstellung wollten wir unseren First-Responder-Dienst sichtbarer und verständlicher präsentieren.

Die Kerwas boten dafür den passenden Auftakt: Im direkten Austausch mit den Besucherinnen und Besuchern konnten wir nicht nur über unsere Arbeit informieren, sondern gleichzeitig ausprobieren, wie unser neuer Auftritt wahrgenommen wird.

Damit haben wir einen wichtigen Grundstein für die Neuausrichtung unserer Öffentlichkeitsarbeit gelegt. Künftig möchten wir moderner, einheitlicher und vor allem regelmäßiger zeigen, was hinter unserem First-Responder-Dienst steckt – von unserer ehrenamtlichen Einsatzbereitschaft über Ausbildung und Ausrüstung bis hin zu den Menschen, die sich dafür engagieren.

Denn wer unsere Arbeit kennt, versteht auch, warum schnelle Hilfe vor Ort so wichtig ist.